MANFRED HEINZE
 

On this website Manfred Heinze has posted selected texts from his book »Onomatopoesia[Ahh]«
and he will post new texts about art and everything else.

(All texts are in German language only - sorry)

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2017-12-20

Die Zusammenführung von Dichotomie und Zellen (2017)

Mir ist am 13. November 2017 gelungen, wonach ich seit etwa drei Jahre gesucht habe: Meine beiden Werkgruppen »Zellen« und »Dichotomie« zu verbinden, zusammenzufassen, quasi in einer Weltformel vereint (siehe dazu „Die Zusammenführung von Dichotomie und Zellen (I) von Hans Ernst, Berlin, März 2015). Alle drei Elemente der beiden Werkgruppen kann ich nun in einem Bild zusammen auftreten lassen, und zwar als kompositorische Einheit.
Bisherige Versuche mit dem Nebeneinander von freier Malerei, geometrischer Form und zellenartigem Ornament waren weder kompositorisch noch grafisch wirklich ausgereift und vermitteln eher den Eindruck des Suchens oder als Experiment. Die geometrischen Elemente waren dabei lediglich dem Zellenornament hinzugefügt und zur Seite gestellt. Es gab zwei einander gegensätzliche Formen (Zelle und geometrische Form) die in die freie Malerei eingebettet waren. Nun habe ich die Lösung darin gefunden, die geometrischen Elemente in die Zellen einzufügen - wie einen Zellkern besitzen nun ausgewählte Zellen eine kleine geometrische Figur innerhalb ihres amorphen Umrisses.
 
Dies wirkt sich positiv für die Zellen aus, indem sie komplexer und differenzierter werden. Aber auch für die geometrischen Formen ist diese Einbettung in die Zellen von Vorteil, tritt nun der Kontrast zur geschwungenen Kante der Zelle umso deutlicher in Erscheinung. Und obwohl die Zellen nach wie vor das Bildmotiv dominieren, haben die geometrischen Elemente einen sehr entscheidenden Anteil am Bild. Dies gilt sowohl für die kleinen als auch die großen Zellen. Zu dem Dialog zwischen freier Malerei und geometrischer Abstraktion und dem Dialog zwischen freier Malerei und den Zellen tritt nun der Dialog zwischen den Zellen und den geometrischen Elementen hinzu. 
 
Dieser Dialog ermöglicht auch eine ganz andere Sichtweise auf die Zelle, die nun nicht mehr nur als Form für sich spricht, sondern eine paradoxe Symbiose mit den Quadraten und Rechtecken eingeht. So entstehen auch interessante Zwischenräume an den Übergängen von gerader Rechteckkante und geschwungener Zellwand.
 
Diese Entdeckung resultiert aus einer Skizzenreihe, die ich am 13. November 2017 im Studio Osnabrück anfertigte (siehe Werk Nr. 07.562), und könnte durchaus fester Bestandteil im weiteren Verlauf der Werkgruppe Zellen sein. Ein erstes großes Gemälde (WV-Nr. ……) mit grünen Rechtecken in rosa und weißen Zellen ist in Arbeit.
Für eine geplante Ausstellung im Ruller Haus in 2018 könnten die Rechtecke innerhalb der Zellen die Steine einer Trockenmauer in Rulle im Maßstab 1:1 darstellen.

Admin - 11:03:33 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen